Liebe Mitglieder, Freunde, Interessenten und Förderer!
Zum Jahresende ein nur ein ganz kurzer Rückblick, auch auf die Mitgliederversammlung und eine Buchentdeckung.
- Roadshow: Werbung für das Fach Griechisch in der Schule
2025 gab es nur einen Einsatz für uns, und zwar wieder in Ettal, wo die Grundzüge der Veranstaltung vor vielen Jahren das Licht der Welt erblickt haben. Bei anderen interessierten Schulen gab es wegen kurzfristiger Meldung Terminschwierigkeiten. Insgesamt gab es aber eine eher geringe Nachfrage.
Für das Jahr 2026 sieht es indes ganz anders aus. Mehrere Schulen haben uns angefordert. Darüber werde ich dann zu gegebener Zeit berichten. Unser erster Einsatztermin ist am 15. Januar 2026. - Mitgliederversammlung am 22. November 2025
Die diesjährige Mitgliederversammlung fand wieder im Wilhelmsgymnasium statt, das in dieser Zeit sogar für drei Monate meine berufliche Heimat war. Es gab interessante Ideen, wie wir unser in Selianitika entstandenes Theaterstück in die Arbeit unserer Gesellschaft integrieren kann. Anschließend stellte uns Stefan Freyberger wieder mit vollendeter Sachkunde und gutem Gespür für die Grenzen unserer Auffassungsgabe die wichtigsten und interessantesten Vasen und Plastiken der Antikensammlung vor. Der Rest des Nachmittags fand dann auf dem Weihnachtsmarkt im Alten Hof statt. Hier erwies sich Laetizia als perfekte Führerin durch die lukullischen Angebote.

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Buchvorstellung
Rolf Kussl, ehemaliger Leiter des Referats für Alte Sprachen im Kultusministerium, hat mit seinem sehr schönen Band Hellas im Hofgarten eine bedeutende Lücke der Antikenrezeption in München geschlossen. In den 60er Jahren erhielt nämlich Richard Seewald den Auftrag, die Hofgartenarkaden wieder mit Bildern zum Thema Griechenland auszugestalten. Doch seine mit klassischen Zitaten von Homer bis Goethe versehene Wandbilder griechischer Landschaften blieben in Veröffentlichungen bisher meist unerwähnt. Der zum 50. Todesjahr Seewalds (2026) erscheinende Band stellt seinen Griechenlandzyklus erstmals detailliert in Bild und Text vor, erschließt dessen Vorlagen und lokalisiert deren Motive. Eine Gesamtinterpretation ordnet die Griechenlandbilder in die Biografie des Künstlers sowie in die Historie und Tradition des Hofgartens und seiner Gemäldesammlungen ein.
Für mich ein hochinteressantes Buch mit sehr schönen Abbildungen und vielen wertvollen Informationen.
Rolf Kussl: Hellas im Hofgarten – Richard Seewalds Griechenlandzyklus in München
Verlag Schnell & Steiner, 92 Seiten, 12,00 EUR
ISBN: 978-3-7954-9078-2

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Timaios-Treff in München
Wir sehen uns das nächste Mal am Freitag, den 9. Januar 2026, wie immer um 17 Uhr.
Treffpunkt: Gaststätte Dionysos, Knorrstr. 85 in München.
Erreichbar mit der U2 oder den Buslinien X35, X36, 50, 177 – jeweils Haltestelle „Frankfurter Ring“.
Gäste, Interessenten, Freunde herzlich willkommen!
Γεια μας και καλή όρεξη! - Verein und Engagement
Zum Abschluss ein Wort an diejenigen, die sich das ganze Jahr über oder auch periodisch im Verein stark engagieren, sei es durch ein Amt oder durch andere aktive Mitarbeit, etwa an unseren Projekten, und auch an diejenigen, die immer wieder neue Ideen einbringen, aus denen dann teilweise neue Projekte entstehen: Euer Einsatz ist großartig! Er lässt den Verein leben. Und wir haben ja auch bei allen unseren Aktivitäten und Unternehmungen viel Spaß! Bei Euch allen bedanke ich mich persönlich und im Namen des Vorstands ganz herzlich! Mal sehen, was uns im nächsten Jahr so einfällt.
Und übrigens: Ihr alle seid jederzeit im HQ U252 in München herzlich willkommen – kurzer Anruf genügt, um sicherzustellen, dass ich auch da bin. 😉
Über die weiteren Aktivitäten der Timaios-Gesellschaft, die wir für nächstes Jahr geplant haben, unterrichte ich dann im nächsten Newsletter. Für jetzt bleibt mir nur, Euch und Ihnen allen eine schöne Weihnachtszeit zu wünschen und alles Gute für das neue Jahr 2026. Bleibt / bleiben Sie uns verbunden!
Viele Grüße und bis bald!
Ihr / Euer Roland Jurgeleit
Und hier wieder eine kleine etymologische, eher historische Notiz, passend zur Jahreszeit:
| Weihnachten |
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Etymologisch ist das Wort freilich kein Rätsel: zusammengesetzt aus weihen und Nacht. Erstmals taucht der Name wîhe naht Ende des 12. Jhdts. auf. Im Norden Deutschlands wurde zu der Zeit aber eher kerstesmisse „Christmesse“ verwendet, was dann mit dem engl. Christmas zusammenhängt. Wann aber ist das Fest entstanden oder zum ersten Mal gefeiert worden? In der frühesten griechischen Erwähnung gibt es noch keinen Namen, Johannes Chysostomos spricht in einer Predigt zum 25.12.386 nur von dem Tag (ἡμέρα, καιρός) oder dem Fest (ἑορτή). Aber er verweist darauf, dass dieses Fest schon „seit langem“ in Rom gefeiert würde, wo es in der Tat seit 336 als Feiertag belegt ist. Von dort kommt auch der Name dies natalis, der als Natale, Navidad, Natal, Noël, in die romanischen Sprachen überging. Bemerkenswert: Er wurde aus dem Lateinischen ins Griechische übersetzt: Χριστούγεννα. Und so heißt der griechische Weihnachtswuνsch: Καλά Χριστούγεννα! |

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